gefährdet leben | Queere Menschen 1933 – 1945

gefährdet leben | Queere Menschen 1933 – 1945 -
Dienstag
21.04.2026
von 16:00 Uhr
bis 23:59 Uhr
Eröffnung der Wanderausstellung der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld, die im Rahmen des Kooperationsprojektes „Queere Stolpersteine in Goslar“ des Goslar Queer e.V. und des Goslarer Ratsgymnasiums in die Kaiserstadt geholt wurde.

Die Geschichte queerer Menschen zur Zeit des Nationalsozialismus ist bis heute weitgehend unbekannt. Diese Ausstellung erzählt von gesellschaftlicher Ausgrenzung, Denunziationen aus der Bevölkerung und von staatlichen Repressions- und Verfolgungsmaßnahmen. Sie berichtet von Gefängnis- und KZ-Haft queerer Menschen, von Fluchten und Suiziden. Thema sind aber auch Liebe, Freundschaften und Netzwerke und damit verschiedene Formen der Selbstbehauptung.

Gefährdet waren alle queeren Menschen – insbesondere diejenigen, die aus rassistischen Gründen verfolgt wurden. Die Ausstellung informiert über das verschärfte Strafrecht und das zunehmend bedrohliche Fangnetz von Verordnungen. Verurteilt und inhaftiert wurde indes nur ein Bruchteil der queeren Bevölkerung, darunter auch Prostituierte und sogenannte Jugendverführer, nationalsozialistische Parteigänger_innen und gänzlich Unpolitische. Der Mehrheit gelang es, die NS-Zeit unbehelligt zu durchleben.

Im Zentrum der Ausstellung steht eine Vielfalt an Lebensgeschichten. Dieses Panorama vermittelt einen Eindruck von Praktiken der Verfolgung von Menschen, die dem Gebot einer heteronormativ hierarchischen Mann-Frau-Beziehung nicht entsprachen. Der Blick richtet sich auf Handlungsräume, Selbstfindungen, Eigensinn und Formen der Maskierung – auch nach dem Ende der NS-Diktatur.

»Queer« wird in dieser Ausstellung als ein Oberbegriff genutzt für homosexuell, lesbisch, schwul, bisexuell, trans*, intergeschlechtlich, non-binär oder genderfluid. Historische wie aktuelle Fremd- und Selbstbezeichnungen finden ihren Platz.

Text von: Insa Eschebach, Andreas Pretzel, Karl-Heinz Steinle

Die Ausstellung ist bis zum 10. Mai 2026 im Kulturmarktplatz Goslar zu sehen.

Aktiv Yoga

Hildesheimer Str. 39, 38644, Goslar

Weitere Informationen:
Autor: GOslar QUEER e.V.

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